Häufige Betrugsmaschen
Betrüger:innen nutzen verschiedene Methoden, um Menschen dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben oder Zahlungen zu tätigen. Zu wissen, wie diese Maschen funktionieren, ist der erste Schritt, um dich zu schützen. Hier findest du einen Überblick über die häufigsten Arten, denen du begegnen kannst.
Einrichtung von Demokonten
Bei einigen organisierten Betrugsmaschen werden online gefälschte Stellenanzeigen geschaltet, in denen eine Tätigkeit zum Testen von Bankkonten angeboten wird. Diese Konten werden anschließend für Geldwäschezwecke missbraucht. Weder Accountable noch Swan bieten „Demokonten“ oder Jobs zum Testen von Produkten an. Wenn Sie eine solche Stellenanzeige gesehen haben, sollten Sie erwägen, dies der zuständigen Behörde zu melden.
Phishing
Phishing ist ein betrügerischer Versuch per E-Mail, deine persönlichen Daten oder Zugangsdaten zu stehlen. Die betrügerische Person gibt vor, eine vertrauenswürdige Organisation zu sein — wie eine Bank, ein Zahlungsanbieter oder eine Behörde — und bringt dich dazu, auf einen schädlichen Link zu klicken oder ein gefälschtes Formular auszufüllen.
Wie du es erkennst:
Unerwartete E-Mails, die dich auffordern, dein Konto zu verifizieren oder eine Zahlung zu bestätigen
Links, die offiziellen Websites ähneln, aber leichte Unterschiede aufweisen (z. B. acc0untable.eu)
Ein Gefühl der Dringlichkeit: „Dein Konto wird innerhalb von 24 Stunden gesperrt"
Betrug über gestohlene Kartendaten und OTP-Codes
Diese Betrugsmasche kombiniert Datendiebstahl mit einem Anruf und tritt aktuell verstärkt während der Sommer-Urlaubszeit auf. Sie läuft in vier Schritten ab:
Datendiebstahl: Betrüger:innen verschaffen sich Kartendaten oder Zugangsdaten über gefälschte E-Mails oder Webseiten (oft Nachbildungen bekannter Marken wie Amazon oder Relais Colis), aus Datenlecks oder durch den Kauf gestohlener Daten.
Kleine Testzahlungen: Mit diesen Daten werden ein bis zwei kleine Zahlungen ausgelöst, die keine zusätzliche Sicherheitsprüfung auslösen.
Der Anruf: Die betrügerische Person ruft an und gibt sich als Mitarbeiter:in von Accountable oder Swan aus. Sie verweist auf die kleinen Testzahlungen als angeblich "verdächtig" und bittet um den Einmal-Verifizierungscode (OTP).
Der Diebstahl: Mit diesem Code wird die Karte einer fremden digitalen Wallet (z. B. Apple Pay oder Google Pay) hinzugefügt und missbraucht.
Woran du es erkennst: Die SMS mit dem Code weist darauf hin, dass eine Karte zu einer Wallet hinzugefügt wird, nicht darauf, dass eine Zahlung blockiert wird.
⚠️ Wichtig:
Passwörter und OTP-Codes sind streng vertraulich. Niemand von Swan oder Accountable wird dich jemals danach fragen. Weder per Telefon, E-Mail noch auf einem anderen Weg.
Sage niemals einen Sicherheitscode laut. Weder zu einer Person noch zu einem automatisierten System. Wenn jemand am Telefon nach einem Code fragt, ist das Betrug. Lege sofort auf.
Gib Codes ausschließlich direkt in der App oder auf dem Zahlungsbildschirm ein. Codes sollten niemals vorgelesen, per SMS versendet oder anderweitig weitergegeben werden. Auch nicht an jemanden, der sich als Accountable- oder Swan-Support ausgibt.
Smishing
Smishing ist Phishing per SMS. Du erhältst möglicherweise eine Nachricht, die vorgibt, von deiner Bank, einem Lieferunternehmen oder einer Behörde zu stammen, und dich auffordert, auf einen Link zu klicken oder eine Nummer anzurufen.
Wie du es erkennst:
Unerwartete SMS mit Links, die dich auffordern, dich einzuloggen oder Daten zu bestätigen
Nachrichten, die behaupten, ein Paket werde zurückgehalten oder eine Zahlung sei fehlgeschlagen
Kurze Absendernummern oder Nummern, die du nicht kennst
Vishing
Vishing ist Phishing per Telefonanruf oder Voicemail. Die anrufende Person gibt vor, von einer Bank, dem technischen Support oder einer Behörde zu sein, um sensible Informationen zu erlangen oder dich unter Druck zu setzen, eine Überweisung zu tätigen. Die Anrufer-ID kann gefälscht werden, um eine legitime Nummer anzuzeigen.
Wie du es erkennst:
Unerwartete Anrufe, die behaupten, es gebe verdächtige Aktivitäten auf deinem Konto
Jemand, der nach deinem Passcode, deiner PIN oder deiner vollständigen Kartennummer fragt
Starker Druck, sofort zu handeln oder dringend Geld zu überweisen
⚠️ Wichtig: Accountable und Swan werden dich niemals nach deinem Passcode, deiner PIN oder deinen vollständigen Kartendaten per Telefon oder E-Mail fragen. Wenn das jemand tut, leg auf und kontaktiere uns sofort.
Authorised Push Payment (APP)-Betrug
Beim APP-Betrug wirst du manipuliert, freiwillig eine Zahlung auf das Konto einer betrügerischen Person zu tätigen. Die betrügerische Person gibt sich typischerweise als Lieferant:in, Vermieter:in oder sogar als deine Bank aus und übermittelt gefälschte Kontodaten für eine legitim wirkende Zahlung.
Wie du es erkennst:
Ein:e Kontakt, dem/der du vertraust, schickt dir plötzlich neue Zahlungsdaten per E-Mail oder Nachricht
Du wirst gebeten, eine dringende oder einmalige Zahlung auf ein neues Konto zu leisten
Jemand, der sich als deine Bank ausgibt, bittet dich, Geld auf ein „sicheres Konto" zu überweisen
Identitätsbetrug
Identitätsbetrug liegt vor, wenn jemand deine persönlichen Daten — wie deinen Namen, deine Adresse oder Ausweisdokumente — verwendet, um in deinem Namen ohne dein Wissen Konten zu eröffnen, Kredite aufzunehmen oder Käufe zu tätigen.
Wie du es erkennst:
Unerwartete Kontoauszüge, Rechnungen oder Kreditverträge, die du nicht kennst
Eine Kreditablehnung ohne erkennbaren Grund
Unbekannte Transaktionen auf deinem Konto
Betrug durch Anrufer – sich als Berater ausgeben
Betrüger geben sich möglicherweise als unsere Berater aus, indem sie dich direkt anrufen oder gefälschte Telefonnummern einrichten, die unseren ähneln. Sie können sehr überzeugend sein. Irgendwann leiten sie dich zu einem „automatisierten Verifizierungsschritt“ weiter und bitten dich, deine Anmeldedaten laut auszusprechen.
Wie du es erkennst:
Wir bitten nicht um eine Verifizierung.
Wir setzen keine Berater ein.
Online-Einkaufsbetrug
Bei dieser Betrugsart werden gefälschte Online-Shops oder Angebote genutzt, bei denen die Ware nach der Zahlung nie geliefert wird oder stattdessen gefälschte Artikel versendet werden. Dies geschieht häufig auf Social-Media-Marktplätzen oder gefälschten Websites.
Wie du es erkennst:
Preise, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein
Verkäufer:innen, die nur Banküberweisungen akzeptieren und sichere Zahlungsmethoden ablehnen
Keine überprüfbaren Kontaktdaten oder physische Adresse der verkaufenden Person
💡 Tipps, was du tun kannst, wenn du Betrug vermutest oder wie du dein Konto schützt, findest du in unserem Artikel: Tips to handle potential fraud
💜 Brauchst du Hilfe?
Kontaktiere gerne unser Support-Team. Wir helfen dir gerne weiter.
