Dieser Guide führt dich in drei Schritten zur korrekten steuerlichen Verbuchung deines Autos.
Entscheide, ob es ein privates oder geschäftliches Auto ist
Privates Fahrzeug
Geschäftliches Fahrzeug
1. Entscheide, ob es ein privates oder geschäftliches Auto ist
Zuerst musst du entscheiden, ob du ein privates oder geschäftliches Fahrzeug hast. Die untenstehende Tabelle hilft dir, das zu entscheiden.
Wie viele Kilometer fährst du geschäftlich | Dein Auto ist | Was kannst du absetzen? |
< 10% | Privat | analog Pendlerpauschale + Kilometergeld |
10% - 50% | Du entscheidest | Es kommt auf deine Wahl an |
> 50% | Betriebsvermögen | Die tatsächlichen Kosten (1%-Regelung) oder die anteiligen Kosten (Fahrtenbuch) |
2. Wenn du ein privates Fahrzeug hast
Wenn du ein privates Fahrzeug hast, dann kannst du die Kosten für die Pendlerpauschale und das Kilometergeld absetzen. Da du alle anderen Kosten selbst trägst, musst du keinen geldwerten Vorteil für die Privatnutzung hinzufügen.
Pendlerpauschale
Bei der Pendlerpauschale kannst du 0,38€ je Entfernungskilometer zu deinem Arbeitsplatz (z.B. einem Büro oder eigenem Betrieb) absetzen. Dazu kannst du die Entfernung und die Tage, an denen du zu deiner Betriebsstätte gefahren bist, notieren und bei Accountable eine Ausgabe mit der Kategorie Fahrt zum Büro erstellen.
Kilometergeld / Kilometerpauschale
Wenn du Fahrten zu deinen Kundinnen und Kunden mit deinem Privatwagen fährst, kannst du dafür 0,30€ pro gefahrenen Kilometer dafür absetzen. Notiere dir dafür direkt danach, am besten auf einem Blatt Papier die gefahrenen Kilometer und den Kunden bzw. Grund für die Fahrt und der Zeitumfang/Datum.
Wähle in der mobilen App zum Erfassen der Pauschale, in Ausgaben die Option "Ausgabe manuell erfassen" und dann die Kategorie Kilometergeld.
Fahrzeug | Kilometergeld pro gefahrenen Kilometer |
Auto | 0,30€ |
Motorrad | 0,20€ |
Fahrrad | 0,05€ |
3. Wenn du ein geschäftliches Fahrzeug hast
Wenn du ein geschäftliches Auto hast, kannst du die Kosten dafür anteilig absetzen, oder komplett absetzen, aber musst dafür einen geldwerten Vorteil (quasi eine fiktive Einnahme, die die private Nutzung abdeckt) angeben.
Du hast dafür die Wahl zwischen der 1%-Regelung und dem Fahrtenbuch.
1%-Regelung
Wenn du dich für die 1%-Regelung entscheidest, kannst du 100% der Fahrzeugkosten absetzen, z.B. Reparationskosten und Tankkosten. Im Gegenzug dafür musst du 1% des Bruttolistenpreises monatlich als geldwerten Vorteil als Einnahme eingeben und auf 80% davon Umsatzsteuer in Höhe von 19% zahlen.
Bei Accountable gibst du also alle deine Kosten für dein Auto mit 100% geschäftlicher Nutzung an.
Bei deinen Einnahmen musst du im Gegenzug dafür zwei Einnahmen erstellen. Berechne dafür zuerst 1% des Bruttolistenpreises. Erstelle danach eine Einnahme mit zwei Positionen, eine mit 80% des errechneten Wertes als Sonstiges Einkommen plus 19% Umsatzsteuer und die zweite Position mit den verbleibenden 20% und 0% Umsatzsteuer.
Hier ein Beispiel mit einem Bruttolistenpreis von 30.000€:
Diese Einnahme musst du monatlich erstellen.
Achtung: Wenn du umsatzsteuerbefreit bist, dann gilt die 1% Regelung auch für dich, jedoch ohne Umsatzsteuer. Das bedeutet, du musst keine Umsatzsteuer auf den geldwerten Vorteil zahlen.
Fahrtenbuch
Wenn du dich für ein Fahrtenbuch entscheidest, musst du alle deine Fahrten so notieren, dass die Einträge nicht mehr veränderbar sind, indem du ein (digitales) Fahrtenbuch nutzt.
Jede Fahrt muss dabei genauestens dokumentiert und mit den folgenden Angaben versehen werden:
Datum
Uhrzeit
Reiseziel
Zweck der Reise / Geschäftspartner
Kilometerstand zu Beginn der Fahrt
Kilometerstand zum Ende der Fahrt
Ggf. unvermeidbare Umwege
Bei den Ausgaben kannst du für die Kosten zuerst den beruflich genutzten Anteil (für das gesamte Jahr) schätzen und diesen dann ggf. mit der Umsatzsteuererklärung und EÜR korrigieren.
Beispiel: Du hast den beruflichen Anteil auf 60% geschätzt und stellst am Ende des Jahres fest, dass der tatsächliche berufliche Anteil geringer war. In diesem Fall musst du die Differenz zu den 60% als geldwerten Vorteil (fiktive Einnahme) verbuchen.
Fahrten zur Arbeitsstätte
Für Fahrten zu deiner Arbeitsstätte, kannst du 0,38€ pro Entfernungskilometer absetzen. Wie das bei Privatfahrzeugen geht, hast du bereits im ersten Punkt erfahren.
Aber auch Geschäftsfahrzeuge können nicht mehr als 0,38€ pro Entfernungskilometer geltend machen. Du musst also ausrechnen, wie hoch deine tatsächlichen Fahrtkosten zur Arbeitsstätte waren, und deinen geldwerten Vorteil erhöhen, wenn du mehr als diesen Betrag dafür abgesetzt hast.
Nutze gerne unser Online-Tabellentool, um eine Schätzung zu erhalten, wie viel du geltend machen kannst, sowie eine Berechnung, wie du deine Autokosten am besten abziehen kannst.



